Ich bin von hier!


 

Regional statt global – mehr als ein Slogan

In einer auffälligen doppelseitigen Informations-Anzeige in der Wochenzeitung „Die Zeit“ wurde Ende Mai unter der Headline „Gesundheitscheck“ der Ernährung ein Themenschwerpunkt gewidmet. Hinter der Aktion stand leicht zu erkennen der LEH-Riese Rewe. Ausführlich wurde ein Speiseplan für Vegetarier erörtert, die Speisefolge für zwei Tage sogar mit konkreten Rezepten bestückt. Ein weiteres Thema war die Lebensmittelverträglichkeit, also aktuelle Schlagworte wie Gluten, Fruktose oder Laktose. Das dritte Hauptthema war überschrieben mit „Fünf Argumente für Bio & Regionales“, wobei die Argumentationskette in weiten Teilen den Fakten entsprach, die auch für die Regional-Marke „Ich bin von HIER!“ gültig sind.

Die Autorin des Beitrages, Cornelia Heim, schrieb, dass viel besser als Erdbeeren im Januar „Obst und Gemüse schmeckt, das im Freilandanbau gedeiht, zum optimalen Reifezeitpunkt
geerntet wird und auf kurzem Wege – folglich ohne großen `ökologischen Fußabdruck ́ – in den Marktkorb gelangt“. So etwas lässt sich natürlich auch für Blumen und Pflanzen sagen, die
gerade jetzt in den Sommermonaten im Freiland wachsen. Da entscheidet der Gärtner auch jeden Tag neu über den „optimalen Reifezeitpunkt“.

Ein zweites Argument der Autorin bezog sich auf „die inneren Werte regionaler Produkte“. Demnach reichern regional gezogene Früchte und Gemüsesorten „Vitamine und Mineralstoffe in erheblich größerem Maße an, als wenn unreife Früchte auf eine lange Reise geschickt werden“. Dies trifft sicher ebenfalls auf Blumen und Pflanzen zu, die Aspekte heißen dann Frische und Haltbarkeit.

Cornelia Heim betont, dass „regional statt global“ nicht nur „ein Slogan“ sei. Die Nähe zum regionalen Erzeuger verspreche „ehrliche und überprüfbare Arbeit“. Genauso sehen das auch die regionalen deutschen Zierpflanzengärtner. Sie produzieren unter den strengen Vorgaben des deutschen Gesetzgebers. Diverse chemische Pflanzenschutzmittel, die auf weit entfernten Kontinenten noch eingesetzt werden, sind in Deutschland längst verboten. Hierzulande hat sich der Pflanzenschutz mit Nützlingen in weiten Teilen durchgesetzt. Erst kürzlich wurden wieder Wirkstoffe für den Freilandanbau verboten, die im Verdacht stehen, Insektenpopulationen zu gefährden.

Ehrliche, überprüfbare Arbeit – das bezieht sich ebenfalls auf die Arbeitsbedingungen. Während die Situation der „Blumenpflücker“ in Übersee oft genug als problematisch beschrieben wird, haben die deutschen Zierpflanzenunternehmen die allgemein gültigen Regeln der deutschen Gesetze zu beachten.

 
 
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