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Shootingstar Dipladenia

Michael Steinebrunner

Es tut sich was bei uns im Sommerpflanzen-Sortiment – meint Michael Steinebrunner, Gartenbautechniker im Gartencenter Beier in Mannheim. „Die Dipladenia ist bei uns der neue Shootingstar. Die Sommerpflanze hat sich einen Platz gleich nach den Pelargonien erobert. Und das zu Recht, denn die Dipladenie ist vielfältig einsetzbar, pflegeleicht und überzeugt durch eine attraktive Optik.“

Michael Steinebrunner gibt hier als Pflanzenfachmann Tipps zu dieser tollen Outdoor-Pflanze.


Wenn man mal im Internet schaut, taucht die Dipladenia auch unter dem Namen Mandevilla auf? Was ist korrekt?

Michael Steinebrunner: Korrekt ist der Name „Mandevilla“. In der Praxis bezeichnet man mit dem „alten“ Namen Dipladenia die kompakter wachsenden Mandevilla-Typen. Mandevilla hingegen nennt man die stark schlingenden Typen wie z.B. Mandevilla x amabilis.

Wo und wie kann man die Dipladenia einsetzen? Im Blumenkasten auf dem Balkon, im Kübel auf der Terrasse oder im Garten? Braucht sie eher einen Sonnenplatz oder mag sie auch Halbschatten?

Michael Steinebrunner: Dipladenien fühlen sich an einem sonnigen, windgeschützten Platz am Wohlsten, gedeihen aber auch im Halbschatten noch sehr gut.

Die kompakten Formen der Dipladenia wie z.B. die DIAMANTINA Serie sind hervorragend für Beet, Ampel und Kasten geeignet, da sie nur 15 bis 20 Zentimeter hoch wachsen. Andere Typen wie die allseits bekannte SUNDAVILLE Classic wachsen anfangs buschig, später rankend und bilden attraktive Solitärpflanzen für Terrasse, Beet und Balkon.

Alle Dipladenien brauchen ein durchlässiges, luftiges und stabiles Substrat, was für einen guten Wasserabzug sorgt. Das Substrat sollte zwischen den Gießgängen gut abgetrocknet sein. Dipladenien besitzen Speicherknollen, die es der Pflanze ermöglichen, Trockenphasen gut zu überstehen. Die Pflanze kann Hitze und trockene Luft sehr gut vertragen – was sie geradezu auszeichnet für die Verwendung in der Stadt.

Handelt es sich bei der Dipladenia um eine einjährige Sommerpflanze oder kann man sie auch überwintern?

Michael Steinebrunner: Dipladenien können durchaus überwintert werden. Da es sich um eine tropische Pflanze handelt benötigt sie einen sehr hellen Platz ohne direkte Sonneneinstrahlung und eine Temperatur zwischen 10 bis15 Grad Celsius. Die Pflanzen müssen über Winter sehr trocken stehen, dürfen aber auch nicht völlig austrocknen. Da die Pflanzen sehr wärmebedürftig sind, müssen sie schon eingeräumt werden, wenn die Nachtemperatur unter 5 Grad Celsius fällt. Im Frühjahr kann die Pflanze dann stark zurückgeschnitten und muss langsam an das Sonnenlicht gewöhnt werden.

Es heißt, die Dipladenia ist pflegeleicht. Was sollte man aber auf jeden Fall beachten, damit die Pflanze lange herrlich blüht?

Michael Steinebrunner: Weniger ist mehr – das bedeutet sparsamer gießen und düngen sorgt für einen kräftigen Flor von April bis weit in den Herbst hinein. Achten Sie auf durchlässiges, hochwertiges Substrat und eine gute Drainageschicht in den Pflanzgefäßen. Ein beim Pflanzen im Frühjahr eingebrachter Langzeitdünger versorgt die Pflanzen die ganze Saison hindurch. Wenn es der Pflanze mit Nährstoffen und Wasser „zu gut“ geht, bildet sie zwar lange Triebe aus, vernachlässigt allerdings die Blütenbildung. Bei zu starkem Wuchs verträgt die Pflanze einen Rückschnitt sehr gut. Sie hat immer gesundes, glänzendes Laub und wird von Schnecken und Nagetieren (Kaninchen) z.B. auf Friedhöfen verschmäht.

In welchen Farben blühen Dipladenien?

Michael Steinebrunner: Es gibt Dipladenien in klassischen kräftigen Rottönen, Pink, Rosa, Weiß und Gelb.

Ein Thema möchten wir abschließend noch ansprechen: Gehört die Dipladenia zu den Pflanzen, die man bedenkenlos wählen kann, auch wenn Hund und Katze oder kleine Kinder zum Haushalt gehören?

Michael Steinebrunner: Dipladenien gehören zu den Hundsgiftgewächsen genau wie der Oleander. Die Pflanze ist in allen Teilen giftig. Besonders vorsichtig sollte man beim Rückschnitt- bzw. Ausputzen sein: An der Pflanze tritt ein weißer Milchsaft aus, der Hautreizungen verursachen kann und giftig ist. Bei kleinen Kindern oder Haustieren im Haushalt sollte man darauf achten, dass diese keine Pflanzenteile aufnehmen können.

 
 
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