Ich bin von hier!


 

Regionalität – Chancen und Herausforderungen erkannt

Die deutschen Verbraucher achten bei ihren Konsumentscheidungen immer stärker auf die regionale Herkunft der Produkte – und die staatlichen Institutionen nehmen dies auf und unterstützen den Trend. Beispielsweise in Baden-Württemberg. Dort hieß es Anfang Februar in einem Positionspapier des Landtages bezogen auf Qualitätsprogramme für Agrarerzeugnisse: „Das Land hat die Chancen und Herausforderungen der Regionalität erkannt und zwei Qualitätsprogramme entwickelt.“ Als ein Qualitätsprogramm lässt sich auch die Regionalmarke „Ich bin von HIER!“ bezeichnen, die von allen Blumengroßmärkten in Baden-Württemberg (und darüber hinaus) gefördert wird. Der Begriff Regionalität ist dabei strikt definiert. Die Blumen und Pflanzen, die unter dem Label „Ich bin von HIER!“ vermarktet werden, dürfen nur im Umkreis von 100 Kilometer Entfernung vom jeweiligen Blumengroßmarkt produziert werden.

Regionalität: Mehrwert stärker kommunizieren

Mit dieser Begrenzung wird dem Umweltschutz durch möglichst geringe Transportwege Rechnung getragen. Zudem werden die regional ansässigen Betriebe unterstützt. Dieser Aufgabe stellt sich ebenfalls die Regionalkampagne „Natürlich. VON DAHEIM“, die von der Landesregierung in Baden-Württemberg konzipiert wurde. Die Kampagne soll zunächst bis ins Jahr 2021 laufen und den „Mehrwert regionaler Wertschöpfungsketten und Produkte noch stärker kommunizieren.“ Parallel dazu läuft die landesweite Aktion „Gläserne Produktion“. Ziel ist es, „Informationen rund um die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse für den Verbraucher erlebbar und nachvollziehbar zu machen.“ Im Jahr 2017 beteiligten sich daran mit Hilfe von Verbraucher-Veranstaltungen über 300 Betriebe in Baden-Württemberg. Nach Angaben der Landesregierung wurden dadurch über 300.000 Konsumenten informiert. Was zeigt – das Interesse an regionaler Produktion ist bei den Verbrauchern ungebrochen.

Foto: BWGV

 
 
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