Ich bin von hier!


 

Regional-Marke „Ich bin von hier!“

Hervorragende Resonanz bei Erzeugern und Blumeneinzelhändlern in Baden-Württemberg

Regionale Marke mit überregionaler Strahlkraft –  exklusiv für die Kunden der Blumengroßmärkte

Schon wenige Wochen nach der IPM, auf der die Vereinigung Deutscher Blumengroßmärkte (VDB) die neue Regional-Marke „Ich bin von hier!“ erstmals vorstellte, kann man von einer hervorragenden Resonanz sprechen. „Schon bevor wir unsere Kunden in aller Breite angesprochen hatten, haben sich schon mehrere Dutzend Blumeneinzelhändler mit den entsprechenden Auszeichnungs- und Werbemitteln versorgt“, freut sich Hans-Georg Biller, Geschäftsführer auf dem Blumengroßmarkt Mannheim. Und auch in Stuttgart zieht der Geschäftsführer Valentin von Vacano ein positives erstes Resümee: „Die Floristen sind sehr angetan und erwarten nun, dass wir die Regional-Marke langfristig pflegen.“

Baden-Württemberg spielt bei der Etablierung der Marke „Ich bin von hier!“ eine hervorgehobene Rolle. Immerhin sitzen mit Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe und Reutlingen vier der insgesamt neun an der Markeninitiative beteiligten Blumengroßmärkte in Baden-Württemberg. Weiterhin führen Hamburg, Dortmund, Düsseldorf, Köln und Frankfurt am Main die Marke ein. Damit sind bis auf Bayern und einige Teile von Niedersachsen alle westlichen Bundesländer abgedeckt.

Diese überregionale Strahlkaft trotz eindeutiger regionaler Wurzeln ist eine der Besonderheiten von „Ich bin von hier!“. Teilnehmen an dem Marken-Konzept können Erzeuger, deren Betriebe 100 Kilometer (in Ausnahmefällen 150 Kilometer) vom jeweiligen Blumengroßmarkt entfernt sind. All diese Erzeuger verpflichten sich bindend, ausschließlich ihre regional erzeugten Produkte mit dem Marken-Logo auszuzeichnen. Auch die Kunden der Blumengroßmärkte, die zukünftig „Ich bin von hier!“ führen werden, unterzeichnen solch eine Vereinbarung.

Die Blumen- und Pflanzen der Regional-Marke werden ausschließlich über die beteiligten Blumengroßmärkte gehandelt. Das ist eine weitere Besonderheit, denn somit wird erstmals deren Kunden (Blumenfachgeschäfte, Gartencenter, Endverkaufs- und Friedhofsgärtnereien, Wochenmarkthandel) eine eigene Marke zur Verfügung gestellt. „Ich bin von hier!“ wird nicht über den Systemhandel vertrieben, so dass sich die Kunden der Blumengroßmärkte mit der Regional-Marke abgrenzen und profilieren können.

Obwohl bei Redaktionsschluss wichtige Kunden- und Erzeuger-Info-Aktivitäten wie der „Mannheimer Frühling“ oder die „Grüne Börse Stuttgart“ noch bevorstanden, hatten sich in beiden Städten jeweils 25 Gartenbaubetriebe schon dazu entschlossen, zukünftig ihre regional erzeugten Produkte mit dem Markenemblem auszustatten. „Wir sind sicher, dass noch viel mehr Erzeuger mitmachen werden“, meint Hans-Georg Biller. Und auch in Stuttgart, Reutlingen und Karlsruhe werden verstärkte Info-Aktivitäten sicher für eine starke Teilnahme des regionalen Gartenbaus sorgen.

Die traditionellen Blumengroßmärkte in Baden-Württemberg halten für ihre Kunden Auszeichnungs- und Werbematerialien bereit. Etwa Aufkleber für den Eingangs- und Thekenbereich, Etiketten in verschiedenen Größen, Vasenstecker oder Tragetaschen. Zudem gibt es kleine Broschüren, die die wesentlichen Aspekte von „Ich bin von hier!“ erläutern und die von den Blumeneinzelhändlern an die Verbraucher weiter gegeben werden.

Dass die Regional-Marke von den Verbrauchern angenommen wird, dürfte sicher sein. „Frische der Ware, kurze Transportwege, positive Ökobilanz insbesondere bei Freilandware, Erzeugung nach deutschem Pflanzenschutzrecht und hiesigen Sozialstandards oder die Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe sind Aspekte, mit denen sich Verbraucher in Deutschland zunehmend identifizieren“, erläutert der Karlsruher BGM-Geschäftsführer Schäfer das gesellschaftliche Umfeld. Joachim Rottweiler vom Blumengroßmarkt in Reutlingen verweist in diesem Zusammenhang auf eine jüngst veröffentlichte repräsentative Umfrage der Hochschule Osnabrück zu Nachhaltigkeitsaspekten bei Topfpflanzen. „Über 78 Prozent der Verbraucher halten Umweltaspekte bei der Zierpflanzenerzeugung für wichtig oder sehr wichtig“, erläutert er die Untersuchungsergebnisse. Die darüber hinaus zeigen, dass für über 70 Prozent der Befragten die deutsche Herkunft beim Pflanzenkauf eine Rolle spielt.

Regio wird das neue Bio – so titelte schon vor Jahresfrist die Wochenzeitung „Die Zeit“. Diesen Trend bestätigt auch eine neue Erhebung der Nürnberger Marktforschungsgruppe GfK. Danach legten im Lebensmitteleinzelhandel im vergangenen Jahr vor allem Handelsmarken zu, die Bio- und insbesondere Regionalprodukte boten.

Für die Kunden der Blumengroßmärkte bietet „Ich bin von hier!“ eine große Chance, sich gegenüber den Verbrauchern mit einem absoluten Trend-Thema zu profilieren. Wobei die regionale Zierpflanzenerzeugung mit Blick auf die Anbieter der Blumengroßmärkte ja eigentlich nichts Neues ist. Doch „Ich bin von hier!“ gibt der bewährten und weit akzeptierten Formel „Aus der Region – für die Region“ ein Gesicht. Durch die entsprechende Auszeichnung der Ware wird „die Regionalität sichtbar, greifbar, erlebbar gemacht“, erläutert der Stuttgarter Valentin von Vacano.

Aus Sicht der Erzeuger ist eine aktive Teilnahme an der Marken-Initiative sicher von Vorteil. Sie können ihren Kunden nicht einfach nur Produkte, sondern Marken-Produkte anbieten. Die traditionell enge Verbindung zwischen den Zierpflanzenproduzenten in Baden-Württemberg und dem Blumeneinzelhandel wird dadurch zusätzlich gestärkt. Dieser Zusammenhang wurde auch in der gärtnerischen und floristischen Fachpresse betont, die über die Marken-Einführung in zahlreichen Beiträgen berichtete.

Wobei die Initiatoren davon ausgehen, dass „es eines langen Atems bedarf, bis sich solch eine Regional-Marke fest etabliert hat“, wie Hans Georg Biller betont. Erfolgreich wird „Ich bin von hier!“ vor allem dann, wenn sowohl regionale Erzeuger als auch der Blumeneinzelhandel die Chancen, die in diesem Alleinstellungsmerkmal liegen, erkennen und dementsprechend handeln. Sie werden dann bei den Verbrauchern die sprichwörtlichen offenen Türen einrennen, denn die große Mehrzahl der Konsumenten wartet förmlich auf Produkte aus der Region.

 
 
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