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Recycling regional

Man könnte meinen, es sei Schrott, Altmetall, Müll – doch für Sarah Hasenhündl sind es wahre Fundstücke.

Die Vizemeisterin der deutschen Floristen ist nicht nur eine überzeugte Regionalistin, sondern ebenfalls Recycling-Künstlerin. In diesem Fall beim Top-Thema Kräuter.

Kräuter, Kräuter, Kräuter

Schon seit einiger Zeit erleben Kräuter einen wahren Boom, der in diesem Jahr förmlich zu explodieren scheint. Kein Wunder: Kräuter schmecken, viele duften und alle sind schön anzusehen. Besonders dann, wenn sie in Gefäße gepflanzt sind, die sich dem Alltäglichen entziehen.

„Eine neue Lust an selbst gebauten, recycelten Gefäßen ist deutlich spürbar, allenthalben suchen unsere Kunden nach Unikaten“, hat Sarah Hasenhündl beobachtet. Diesem Wunsch ist sie nachgekommen und hat im Auftrag des Blumengroßmarktes Karlsruhe recycelte Gefäße mit Kräuterzusammenstellungen bepflanzt.

Für solche Kräuterwiesen im Miniatur-Format ist gärtnerisches Fachwissen notwendig, denn die verschiedenen Kräuter haben natürlich unterschiedliche Wachstumsbedingungen. Daher wird man solche Werkstücke auch nur in ausgewiesenen Fachgeschäften finden, beim Discounter, im Baumarkt, selbst in Gartencentern sucht man sie vergeblich. „Bei Kräutern sollte man auf die regionale Herkunft achten, zumal die heimischen Gartenbaubetriebe mittlerweile ein riesiges Sortiment bieten“, erläutert die Vizemeisterin der deutschen Floristen ihren Standpunkt.

Neben klassischen Küchenkräutern und den immer beliebter werdenden Duftkräutern Südeuropas finden sich mittlerweile auch wahre Exoten, die außerhalb unserer Kulturkreises schon so lange gebräuchlich sind, wie bei uns Dill und Petersilie. Jiaogulan, das chinesische Kraut der Unsterblichkeit, ist so ein Beispiel. Ebenfalls neu ist das Faible, Kräuter im Garten als Bodendecker zu nutzen. Wer seine Gartenbank mit einem Basilikum- oder Rosmarin-Beet umkränzt, der riecht, warum ein neuer Trend entsteht.

 
 
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