Ich bin von hier!


 

Pflanztipps vom Experten

Wer einen Garten hat, eine Terrasse oder einen Balkon kann es häufig gar nicht abwarten, Beete, Kästen und Kübel mit Sommerblumen zu bepflanzen. Die regionalen Erzeugerbetriebe sind gut gerüstet und haben ein farbenprächtiges Sortiment aus Beet- und Balkon-Klassikern und Spezialitäten herangezogen. Einer von ihnen ist Burkard Höfler, der seinen Gartenbaubetrieb mit „Ich bin von HIER!“-Markenpflanzen seit vielen Jahren erfolgreich in Friedberg führt.

Damit es in dieser Sommersaison in Kästen und Kübeln besonders gut klappt mit dem Blütenflor, gibt der Grünexperte hier einige Tipps aus seiner gärtnerischen Praxis und beantwortet Fragen nach den aktuellen Outdoor-Trends.

Seit vielen Jahrzehnten sind es die Geranien, die in der Sommersaison von den Verbrauchern bevorzugt gekauft werden. Ist das immer noch so?

Burkard Höfler:
Ja, die Beliebtheit dieser Pflanzen, die übrigens in Fachkreisen Pelargonien heißen, ist ungebrochen. Ich kann das gut verstehen, denn es gibt sehr viele schöne Farben. Hinzu kommen die unterschiedlichen Wuchsformen wie stehende oder hängende Pelargonien. Wobei es durchaus Unterschiede in der Verbrauchergunst gibt. Die hängenden Formen sind vor allem in südlichen Bundesländern beliebter, die stehenden eher im Norden.

Und wie sieht es mit den Blütenfarben aus?

Burkard Höfler:
Neonfarben wie leuchtendes Pink sind in dieser Saison besonders angesagt. Das gilt übrigens nicht nur für Pelargonien, sondern auch für andere Beet- und Balkonpflanzen, zum Beispiel Petunien. Aber das klassische Rot ist aus dem Sortiment nicht wegzudenken wie auch das strahlende Gelb. Edles Weiß findet seine Liebhaber ebenso wie Orange.

Kann man eigentlich alle Pflanzen nach Lust und Laune und natürlich persönlichem Geschmack zusammenpflanzen?

Burkard Höfler:
Da muss ich als Fachmann ganz klar nein sagen. Wer lange Freude an seiner Blütenpracht haben möchte, der sollte schon darauf achten, dass er an die Ansprüche der Pflanzen berücksichtigt. Da gibt es solche, die viel oder wenig Sonne benötigen, die mit wenig Wasser und Dünger auskommen und andere, die viel von beidem brauchen. Würde man die zusammen in einen Kasten oder Kübel pflanzen, leidet unweigerlich die eine oder andere. Da kann man sich aber beim Kauf im Fachhandel direkt beraten lassen.

Und welche Pflanze bevorzugen Sie ganz privat?

Burkard Höfler:
Ich mag die Pelargonienvielfalt. Die Pflanzen sind pflegeleicht, und es gibt sogar solche, die herrlich duften. Die blühen dann zwar unscheinbar, aber ich pflanze sie einfach zwischen die Pflanzen mit den tollen Blüten. Meine Lieblingspelargonie ist die „Knutschfleckgeranie“, die zu den Edelpelargonien gehört.

Sollte man eigentlich bei Saisonwechsel – wie jetzt von Frühling auf Sommer – auch das Substrat austauschen?

Burkard Höfler:
Ja, auf jeden Fall. Es geht dabei nicht darum, den Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, sondern um den Sommerpflanzen ein optimales Wachstum zu gewährleisten. Ich empfehle eine Qualitätserde mit hohem Tonanteil. Sie hält das Wasser gut, gibt es aber auch an die Pflanzen ab.

Und noch eine Frage zum Schluss: Wann darf man denn Kästen und Kübel mit Sommerflor bepflanzen?

Burkard Höfler:
Wetterprognose bin ich leider nicht. Aber ich würde nicht zu frühzeitig pflanzen, ganz besonders nicht, wenn Kästen und Kübel bodennah stehen. Ansonsten sollte man auf jeden Fall ein Abdeckvlies parat halten, das die Pflanzen vor nächtlichen Frösten bis etwa minus drei Grad schützt. Früher gab es mal die Regel, erst nach den Eisheilgen Mitte Mai Sommerblumen zu pflanzen. Aber so lange will heute fast niemand mehr warten. Und mit Vlies geht es ja auch.

 
 
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