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Blumenstadt Hamburg in der Weltpresse

Zwei Mal schon wanderte Hamburg in diesem Jahr durch die Weltpresse. Zunächst bei der Eröffnung der Elbphilharmonie, dem neuen Wahrzeichen der Hansestadt. Das zweite Mal war das life im TV übertragene Konzert anlässlich des G-20-Staatsbesuches der Anlass. Die „schönste Stadt der Welt“ (so die Lokalpresse) wurde so durch ihr neuen Wahrzeichen über die Kontinente getragen. Der „Gipfel“ ist schon verblasst, die Elphi (so der Hamburger Volksmund) wird bleiben. In Szene gesetzt haben den gläsernen Konzertturm schon einen Sommer vor der Eröffnung die Meisterfloristin Elisabeth Schoenemann und die Fotografin Cordula Kropke.

„Hamburger Wahrzeichen“ hieß der Kreativ-Auftrag, den der Hamburger Blumengroßmarkt (BGM) an die Hamburger Floral-Designerin Elisabeth Schoenemann und die Hamburger Fotografin Cordula Kropke vergeben hat. Die „Hamburger“ komplett machte die Vorgabe des BGM, dass die Blumen für diese Floral-Foto-Serie ebenfalls aus Hamburg stammen sollten, aus dem berühmten Blumenanbaugebiet Vier- und Marschlande.

Es war die erste Zusammenarbeit des Teams Schoenemann & Kropke, und die Ergebnisse sind über den Tag hinaus gültig. Schon der Prozess der Auswahl der Wahrzeichen war kreativ. Elphi, klar, Alster, klar, Speicherstadt, klar, der (unter Denkmalschutz stehende) Großmarktkomplex, klar – und was noch? Die Hansestadt ist nicht arm an Wahrzeichen – doch wie fotografiert man den Michel in Kombination mit Blumen?

Nicht verewigt in der Serie wurden die Vier- und Marschlande, obwohl die Mikro-Region im Süden der Hansestadt diese Begegnung von Blume, Bild und Wahrzeichen erst möglich gemacht hat. Doch nicht nur „Quitjes“ (so nennen gebürtige Hamburger die Neuzugezogenen), selbst alteingesessenen Hanseaten ist diese dörflich geprägte Region nahezu unbekannt. Dabei ist sie mit den schmalen Straßen, die zwischen Elbe, Wiesen, mit Reet gedeckten Höfen, Gewächshäusern und kleinen Pappelhainen mäandern, eines der lieblichsten Naherholungsgebiete der Hansestadt.

Die Floral-Designerin Elisabeth Schoenemann hat eine besondere Beziehung zu den Vier- und Marschlanden. Als Einkäuferin auf dem BGM Hamburg trifft sie am Morgen auf Blumen und Pflanzen, die ein paar Kilometer entfernt noch am Nachmittag in den Gewächshäusern standen. Diese räumliche Nähe zu rund 250 Blumen- und Pflanzenroduzenten ist in Deutschland singulär.

Daher darf man den Hanseaten, Quitjes, und Touristen zugleich zurufen: Elphi, Alster, Elbe, Speicherstadt und Michel, Jungferstieg und Blankenese, Reeperbahn und Fischmarkt, Portugiesenviertel, St. Georg oder der Leinpfad – all das werden Sie anders sehen, nach einer Tour durch die Vier- und Marschlande.

 
 
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